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Alarmierend: Die Digitalisierung in Deutschland stagniert

Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zeigt große Defizite
Der Wirtschaftsindex Digital, den das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gerade veröffentlicht hat, zeigt erschreckende Ergebnisse. Deutschland erreicht dabei mit 54 von 100 möglichen Punkten gerade mal einen mittleren Digitalisierungswert. Die Behauptung im Leitartikel auf der Website des BMWi, Deutschland sei ein „Treiber der Digitalisierung von Unternehmen, Arbeitswelt und Gesellschaft“ liest sich denn auch eher als Wunschdenken denn als aktueller status quo.

Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zeigt große Defizite

Der Wirtschaftsindex Digital, den das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gerade veröffentlicht hat, zeigt erschreckende Ergebnisse. Deutschland erreicht dabei mit 54 von 100 möglichen Punkten gerade mal einen mittleren Digitalisierungswert. Die Behauptung im Leitartikel auf der Website des BMWi, Deutschland sei ein „Treiber der Digitalisierung von Unternehmen, Arbeitswelt und Gesellschaft“ liest sich denn auch eher als Wunschdenken denn als aktueller status quo. Das wird offensichtlich im Vergleich zum Vorjahreswert – die Zahl hat sich nicht verändert.

Das BMWi versucht sich dabei in Beschönigungs-Rhetorik, statt die Stagnation und die damit einhergehenden Probleme prominent zu benennen. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: „Die Industrie“, steht im Bericht vollmundig, „hat die Trendwende vollzogen: Sagten 2016 noch fast die Hälfte der aller Industrieunternehmen (48 Prozent), dass sie Digitalisierungsprojekte für unnötig halten, sind es aktuell nur noch 29 Prozent.“ Ein Drittel der deutschen Industrie hat also den Schuss immer noch nicht gehört und das BMWi verkauft eine solche Zahl als Erfolg.

Das Programm für eine höhere Geschwindigkeit bei der Digitalisierung der Wirtschaft sollte eigentlich klar sein

Als wesentliche Hemmnisse werden im zweiten Teil der Studie dann doch noch die Problemfelder benannt: neben dem fehlenden Netzausbau vor allem hoher Zeitaufwand, fehlendes Know-how, hoher Investitionsbedarf, zu strikter Datenschutz, Sicherheitsthemen, fehlende verlässliche Standards und fehlende IT-Fachkräfte. Damit sollte das Programm für eine höhere Geschwindigkeit bei der Digitalisierung der Wirtschaft eigentlich klar sein: von staatlicher Seite ein deutliches Investment in den Netzausbau sowie die Ausbildung von IT-Fachkräften. Bei den Unternehmen sind es wohl vor allem Unsicherheit und Unkenntnis, die den Auslöser für die anderen Hemmnisse bilden.

Der Kernpunkt der zunehmenden Vernetzung ist in der Tat, dass immer wieder neue Verbindungen notwendig werden. Ein hohes Maß an Flexibilität ist intern wie extern gefordert, um die vielfältigen Softwaresysteme und Daten miteinander stetig neu miteinander in Beziehung zu setzen. Der Bottleneck heißt hier Datenintegration. Erst wenn hier die Automatisierung als Standardanwendung ohne aufwändige Einzelprogrammierungen und mit einem hohen Maß an Nutzerfreundlichkeit in der Fläche erreicht ist, lassen sich Maschinen und Anlagen, interne Softwareprogramme und externe Prozesse wie zum Beispiel ein gut funktionierendes Liefermanagement schnell, sicher und kostengünstig miteinander verknüpfen.

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Quelle: Huffpost